Ratgeber: Die außerordentliche fristlose Kündigung ...

Eine fristlose Kündigung beendet einen Mietvertrag vor Ablauf der vereinbarten (gesetzlichen) Kündigungsfrist oder dem vorgesehenen Ende. Die fristlose Kündigung wird auch außerordentliche Kündigung genannt.

 

Voraussetzung einer solchen Kündigung ist es, dass die Fortsetzung des Mietverhältnisses bis zur ordentlichen Beendigung der kündigenden Partei nicht mehr zumutbar ist. Kündigen können Mieter und Vermieter. Bei der Beurteilung der Zumutbarkeit sind alle relevanten Umstände der Kündigung zu berücksichtigen. Die Interessen aller Beteiligten werden gegeneinander abgewogen.

Der "wichtige Grund", der zur Kündigung führt, muss im Kündigungsschreiben immer angeben werden. Fehlt dieser, ist die Kündigung unwirksam.

 

Soll die fristlose Kündigung aufgrund der Verletzung einer Pflicht aus dem Mietvertrag ausgesprochen werden, muss vorher abgemahnt oder Abhilfe unter Fristsetzung verlangt werden. Fristen und Abmahnungen sind nicht erforderlich, wenn sie offensichtlich erfolglos wären oder wenn unter Abwägung der beiderseitigen Interessen die sofortige Kündigung ausnahmsweise gerechtfertigt ist.

 

Beispielhaft kann der Vermieter in folgenden Fällen fristlos kündigen:

ebenso bei: 

Tipp: Bei fristloser Kündigung kann sich ein Mieter nicht auf die Sozialklausel berufen. [@]

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